Der Regentanz

Europäische Landschildkröten müssen in den heißen Sommermonaten sehr sparsam mit dem auch für sie lebensnotwendigen Wasser umgehen.

Im Sommer ist es den Schildkröten oft nur bei Niederschlägen möglich, ausgiebig Flüssigkeit aufzunehmen. Die Natur hat die Schildkröten auf diesen Umstand eingestellt und von bestimmten Reizen ausgelöste Mechanismen entwickelt, damit die Schildkröten die Zeit zwischen den Regenfällen unbeschadet überstehen können.

Einer dieser Mechanismen ist der Regentanz der durch die Regenfälle ausgelöst wird und die im Sommer ins stocken geratene Darm- und Blasentätigkeit anregt um letztlich soviel als möglich frisches Wasser aufzunehmen.

Nach längerer Trockenheit steigt die Aktivität der Schildkröten bei einem Regen deutlich an.

Durch den Regen angeregt kommen die Schildkröten aus ihren Verstecken heraus und führen regelrechte „Regentänze“ auf. Es sieht recht lustig aus, wenn sie mit gestreckten Hinterbeinen und ausladende Schrittbewegungen ihren Schwanz auf dem Boden rhythmisch hin und her reiben und tanzend mit dem gesamten Hinterteil wackeln. Nach minutenlangem Tanz wird die Blase und der Darm vollständig geleert.

Um lange Trockenheiten zu überstehen reicht ein ausgiebiges Trinken alleine jedoch nicht aus. Die Schildkröten müssen auch in der Lage sein, mit dem im Körper gespeicherten Wasser  sparsam umzugehen.

Lesen Sie hierzu mehr in meinen Büchern, „Natürliche Haltung und Zucht der Griechischen Landschildkröte“ und insbesondere auch „Europäische Schildkröten, Lebensraum und Lebensweise“. Hier habe ich dem wichtigen Thema Flüssigkeitsbedarf ein eigenes Kapitel gewidmet und die damit zusammenhängenden Fakten ausführlich beschrieben. 

© 2020 Wolfgang Wegehaupt

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