© 2020 Wolfgang Wegehaupt

Toskanagarten

Durch meine Liebe zu Italien kam ich bereits Anfang der 1980er-Jahre zu meinen ersten Zitrusbäumen. Die Bäume standen damals in einem alten verwilderten Garten am Capo Vaticano in Kalabrien. Der Eigentümer, ein 80jähriger Pittore aus Tropea sah, dass ich die Bäume bedauerte und bedeutete mir leichtsinnigerweise „prendere tutti“. Tatsächlich war er dann aber doch erstaunt als ich sein Angebot freudig annahm, die langen Äste von zwei der Bäume stark zurückschnitt und diese am Tag meiner Heimreise mit dem Spaten ausgrub. Die beiden Orangenbäume band ich, mit gut eingepacktem Wurzelballen, auf das Dach meines Wohnmobiles, damals noch ein Mercedes 207 Kastenwagen, und brachte sie so nach Kressbronn. Im nächsten Jahr holte ich auf dieselbe Weise nochmals zwei Orangenbäume. Leider war ein weiteres Jahr später der Garten eingeebnet und die restlichen Orangenbäume gefällt worden.

Damals kannte hierzulande das Capo Vaticano und Tropea noch niemand. Heute zählt Tropea zu den beliebtesten Urlaubszielen in Kalabrien.

Die ersten beiden Orangenbäume nach etwa einem Jahr in Kressbronn. Die neuen Äste sprießen.  

Die selben Bäume im Jahr 2019, beides Blutorangen.

Ohne Topf 170 cm hoch, Krone 150 cm

Ohne Topf 230 cm hoch, Krone 160 cm

Im laufe der Jahre habe ich in Gärtnereien in Italien und auf Sizilien weitere Zitrusbäume und auch andere mediterrane Gewächse gekauft und viele auch selbst aus Stecklingen nachgezogen.

Heute stehen bei mir im Garten insgesamt 15 Zitronen- Orangen-, Mandarinen-, Pampelmusen- und Kumquatbäume. Die vier alten Orangenbäume sind zwischenzeitlich sicherlich 60 Jahre alt.

Zitruspflanzen im Topf sind bei uns seit einigen Jahren beliebt und heute zu erschwinglichen Preisen in jedem Gartenmarkt erhältlich. Als ich diese Pflanzen, bereits vor 40 Jahren in großen Töpfen im Garten pflegte, waren Zitrusbäume hierzulande nur aus Sammlungen in Orangerien oder von Urlaubsreisen bekannt.

Den Winter verbringen die Zitrusbäume je nach Wetterlage von Ende November bis in den März dicht an dicht zusammen mit Oliven, Sternjasmin, verschiedenen Palmen, Schönmalven und anderen südlichen Kübelpflanzen in einem Gewächshaus und in meinem Schildkrötenhaus.

Die Zitrusfrüchte blühen, fruchten und reifen das ganze Jahr über, wobei die Haupterntezeit im Winter und Frühjahr liegt. In dieser Zeit ernte ich fast täglich Früchte und presse diese zu Bio-Zitrussaft.

Orangenbaum, mindestens 60 Jahre alt.

Verschiedene Orangenbäume, Pampelmuse und Kumauat.

Orangenblüten

Verschiedene Zitronenbäume.

 Zitronenblüten

Orangen

Blutorangen

Zitronen

Für die rote Farbe meines frisch gepressten Bio-Orangensaftes sorgt die Blutorange.

Wintereinbruch am Ostersonntag, 08.04.2012 und am 28.04.2017 .

Mandarinenernte in Kressbronn

Wenn die kleinen runden Früchten meines Mandarinenbaumes durch die Kälte die letzte orangerote Farbe bekommen haben ist es an der Zeit die Mandarinen zu ernten.
Anders als Orangen und Zitronen lassen sich Mandarinen nicht am Baum lagern und müssen daher nach der Reife schnell geerntet und auch verzehrt werden.
Mandarinen gelten als die ältesten bekannten Zitrusfrüchte. Sie stammen ursprünglich aus China und werden schon lange im Mittelmeerraum kultiviert. Im alten China waren die Früchte nur dem Kaiser und hohen Beamten, den Mandarinen, vorbehalten.

Wie alle Zitruspflanzen lassen sich auch Mandarinen in unseren Breiten sehr gut als Kübelpflanzen kultivieren. Meinen Mandarinenbaum habe ich vor über 30 Jahren auf Sizilien gekauft. Zwischenzeitlich ist der Baum (ohne Topf) zwei Meter hoch und der Stamm hat einen Durchmesser von sieben Zentimetern.

Mandarinen haben wenig Säure, sind die süßesten Zitrusfrüchte überhaupt und sind reich an gesunden Inhaltsstoffen.

Die Ernte, 8 kg Mandarinen.

Die Schale sitzt locker auf dem saftigen Fruchtfleisch und lässt sich daher leicht schälen.

Die kleinen grünen Mandarinen für die nächste Ernte hängen bereits am Baum.

Blütenpracht

Verschiedenfarbige Oleanderbüsche und Bäume.

Schönmalve, Abutilon. Die Blüten werden von den Schildkröten gern gefressen.

Bougainvillea, die violetten Hochblätter umhüllen die kleinen weißen Blüten.

Solanumbaum, -busch und Blüten

Bananenstauden und Blüte mit kleinen Bananen.

Mittelmeerzypressen im Sommer und im Winter.

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