Garrigue

Die allermeisten meernahen Habitate bestehen heute aufgrund der durch die Abholzung verursachten Erosion nur noch aus relativ niederem Buschwerk, der Garrigue.

Obwohl die Garrigue gern als Kümmerform der Macchie bezeichnet wird ist sie eine eigenständige Gebüschpflanzenformation welche die niederen küstennahen, oft sehr felsigen oder extrem trockenen und sandigen Gebiete einnimmt. Die Garrigue besteht aus einer nur etwa einen Meter hoch werdenden Zwergstrauchgesellschaft.

Der teilweise sehr dicht stehende aber an manchen Stellen auch lockere Bewuchs setzt sich je nach Bodenbeschaffenheit aus verschiedenen Ginster-(Genista salzmanni, Spartium junceum L, Calicotome villosa) und Zistrosengewächsen (Cistus monspeliensis, C. salviifolius, C. reticus L., C. albidus L., Halium haliumifolium, Tuberaria guttata) sowie Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia dendroides L., E. spinosa L., E. paralias L. E.characias L.) Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus L.) und allerlei aromatisch riechender Heil- und Gewürzkräuter wie, Karst-Bergminze(Satureja montana L.), Dost (Origanum vulgare L.), Lavendel (Lavandula stoechas L.), Lorbeer (Laurus nobilis L), Rosmarin (Rosmarinus officinalis L.), Salbei (Salvia officinalis) oder Thymian (Thymus capitatus) und zahlreichen Knollen und Zwiebelpflanzen zusammen. Die Garrigue ist an vielen Stellen von der massenhaft vorkommende Stechwinde (Smilax aspera L.) und dem Spitzblättrigen Spargel (Asparagus acutifolius) überzogen und nicht zuletzt auch wegen der vielen dornigen Büsche in grossen Teilen für den Menschen unzugänglich.

© 2020 Wolfgang Wegehaupt

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