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© Manuel Wegehaupt


 

 

Fundtiere


Es kommt immer öfter vor, dass im Bodensee und den Altarmen der Zuflüsse, insbesondere der Schussen, Wasserschildkröten gesichtet und auch eingefangen werden.


Einem Bekannten  ist bei einer Radtour durch das Eriskircher Ried bei Friedrichshafen eine halbwüchsige Höckerschildkröte über den Weg gelaufen.

Eine ca. 30 cm große Rotwangenschmuckschildkröte lief mir selbst in Nonnenhorn/Bodensee vor dem Auto über die Straße.

Mein Sohn hat eine stark rachitische, ausgewachsene Rotwangenschmuckschildkröte in der Argenmündung gefangen.

Den bislang spektakulärsten Fund machte ein Bekannter am 30.03.2002 bei Aufräum- und Putzarbeiten in einem  privaten Bootshafen in Nonnenhorn/Bodensee. Ohne es zu wissen holte er aus dem kalten Seewasser unter dem Treibholz eine Schnappschildkröte heraus und schrubbte diese in der Badewanne vom Algenbewuchs frei. Dieser Fund löste damals einen regelrechten Pressewirbel aus. Nicht nur von Zeitungsreportern und Radiosendern wurde ich interviewt, selbst 3 Fernsehsender kamen um dieses “Monster” zu filmen.

Heute sind Funde von Schnapp- und Geierschildkröten nicht mehr so spektakulär, weil sie immer wieder vorkommen.


So wurden mir früher unzählige Wasserschildkröten übergeben. Allerdings nicht alles Fundtiere, einige wurden mir auch von Vorbesitzern gebracht, weil sie diese nicht mehr halten konnten oder wollten. Zwischenzeitlich habe ich alle Tiere an bekannte Teichbesitzer weitervermittelt und bin nicht mehr in der Lage Wasserschildkröten aufzunehmen.


Wasserschildkröten sind eben immer noch viel zu billig zu haben und werden, wenn sie dem niedlichen Jugendstadium entwachsen sind, einfach in den nächsten Bach entsorgt. Die Bäche fließen in Flüsse und so landen die Schildkröten früher oder später schließlich im Bodensee.

Selbst in unserer Kläranlage sind schon Wasserschildkröten gefunden worden.

Landschildkrötenfunde waren noch vor wenigen Jahren seltener. Dies war nicht zuletzt auf den damals noch höheren Anschaffungspreis zurück zu führen.


Vor vielen Jahren wurde mir eine, damals noch semiadulte, Russische Landschildkröte gebracht. Sie wurde auf einer Wiese im Kressbronner Hinterland gefunden. Zwischenzeitlich hat sie sich zu einem erwachsenem Männchen entwickelt.

Die Entwicklung hat sich seit etwa 2005 stark geändert. Vermehrt werden immer wieder herrenlose Landschildkröten aufgefunden. So kam ich in der Zwischenzeit auch zu verschiedenen gefundenen Landschildkröten und einer Dosenschildkröte. Die meisten Tiere konnte ich weitervermitteln. Einige leben bei mir. Bei den Fundtieren handelt es sich durchweg um männliche sehr höckerige unförmige Schildkröten die wohl niemand mehr haben wollte. Weibliche Tiere sind immer noch zu selten und werden von den Besitzern noch nicht ausgesetzt.

Immer wieder werden mir auch Landschildkröten, welche von den Besitzern nicht mehr gehalten werden wollen oder können, angeboten. Leider bin ich nicht mehr in der Lage solche Tiere aufzunehmen oder zu vermitteln. Es sind einfach zu viele geworden.

 

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